Waldbrandübung
Am 2. September führte die Freiwillige Feuerwehr Rußbach gemeinsam mit der Bergrettung St. Wolfgang eine anspruchsvolle Gemeinschaftsübung durch.
Im Mittelpunkt standen neben der Bewältigung eines Waldbrandes in unwegsamem Gelände insbesondere die organisationsübergreifende Zusammenarbeit und
Kommunikation.
Die Übung begann um 19:00 Uhr mit einem fordernden Einsatzszenario: Nach einem angenommenen Blitzschlag war in unwegsamem Gelände ein Waldbrand
ausgebrochen, der sich bereits auf eine Fläche von rund 100 m² ausgebreitet hatte. Zusätzlich waren zwei Wanderer abgestürzt und mussten aus einem
Bachbett gerettet werden.
Die Feuerwehr Rußbach übernahm die Brandbekämpfung und errichtete zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung eine Zubringerleitung von einem
nahegelegenen Bach bis zur Einsatzstelle. Aufgrund des steilen und schwer zugänglichen Geländes unterstützten die Einsatzkräfte der Bergrettung
die Feuerwehr beim zustieg zu den Löscharbeiten. Durch die Errichtung eines Seilgeländers konnte ein gesicherter Zugang zum betroffenen Bereich
geschaffen und die Brandbekämpfung im unwegsamen Gelände sicher durchgeführt werden.
Parallel dazu galt es, die beiden abgestürzten Wanderer zu versorgen und aus dem Bachbett zu retten. Diese Aufgabe wurde von der Bergrettung
St. Wolfgang übernommen. Mittels Seilrettung konnten beide Personen aus dem schwierigen Gelände gerettet werden.
Eine zusätzliche Herausforderung stellte die Beleuchtung der beiden räumlich getrennten Einsatzbereiche dar. Durch die Feuerwehr wurden sowohl
der Einsatzabschnitt Waldbrand als auch der Bereich der Personenrettung beleuchtet. Dadurch konnte das sichere Arbeiten der eingesetzten
Einsatzkräfte sichergestellt werden.
Die Feuerwehr Rußbach stand mit drei Fahrzeugen – MTF, TLF und LFA – im Übungseinsatz. Die Bergrettung St. Wolfgang nahm mit einem
Einsatzfahrzeug teil.
Nach rund zwei Stunden konnte die Gemeinschaftsübung um 21:00 Uhr erfolgreich beendet werden. Bei der anschließenden Nachbesprechung zogen
beide Einsatzorganisationen ein positives Resümee. Die Zusammenarbeit funktionierte sehr gut und die Übung bot beiden Seiten die Möglichkeit,
die jeweiligen Arbeitsweisen und Fähigkeiten der anderen Organisation noch besser kennenzulernen.
Gerade bei Einsätzen in schwierigem und unwegsamem Gelände ist eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Bergrettung von großer
Bedeutung. Die Übung zeigte, dass sich die unterschiedlichen Kompetenzen beider Organisationen hervorragend ergänzen und eine gemeinsame
Einsatzbewältigung erfolgreich funktioniert.